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Warum mein Handy-Entzug der Beginn meines Erfolgs war

  • Michael Schöffl
  • 28. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit
Smartphone in der Hand
Smartphone in der Hand

Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment. Das Handy lag auf dem Tisch. Display nach oben. Stumm geschaltet – und trotzdem laut. Nicht akustisch. Sondern innerlich.

Ich griff nicht danach. Und genau das war neu.


Der unsichtbare Lärm

Ich habe mir lange eingeredet, dass mein Smartphone ein Werkzeug ist. Für Informationen.

Für Business. Für Inspiration.

In Wahrheit war es oft etwas anderes:

  • ein Fluchtweg,

  • ein Zeitfresser,

  • ein ständiger Impulsgeber von außen.

Jede freie Minute wurde gefüllt. Nicht mit Denken. Sondern mit Reaktion.

Ich war beschäftigt – aber nicht fokussiert.Informiert – aber nicht klar. Aktiv – aber nicht wirksam.


Die Entscheidung kam leise

Es gab keinen großen Knall. Keine dramatische Erkenntnis.

Nur eine ehrliche Frage an mich selbst:

Wenn ich dieses Ding für eine Zeit weglasse –was bleibt dann von mir übrig?

Also habe ich es getan. Kein radikaler Bruch. Sondern ein bewusster Entzug.

Kein Scrollen. Keine Benachrichtigungen. Keine ständige Erreichbarkeit.


Die ersten Tage waren unbequem

Stille ist kein Wellness-Produkt. Sie ist ehrlich.

Plötzlich war da:

  • Ungeduld

  • Leere

  • ein Drang, mich abzulenken

Und genau dort begann etwas Wichtiges.

Ich fing an, wieder Gedanken zu Ende zu denken.Ideen nicht sofort zu googeln – sondern auszuhalten. Fragen nicht wegzuwischen – sondern stehen zu lassen.


Fokus ist kein Talent – sondern Raum

Ohne Handy passierte etwas Unerwartetes: Ich hatte wieder Zeit.

Nicht mehr Zeit im Kalender. Sondern Zeit im Kopf.

Ich begann:

  • klarer zu schreiben

  • bewusster zu planen

  • einfacher zu entscheiden

Nicht, weil ich produktiver wurde. Sondern weil weniger dazwischenfunkte.


Erfolg fühlt sich plötzlich anders an

Mein Erfolg begann nicht mit Geld. Nicht mit Reichweite.Nicht mit einem großen Projekt.

Er begann mit:

  • innerer Ruhe

  • Selbstführung

  • Klarheit

Ich machte weniger – und es hatte mehr Wirkung. Ich sagte öfter Nein – und traf bessere Ja-Entscheidungen.


Was geblieben ist

Ich nutze heute Technik bewusster. Nicht als Dauerbegleiter.Sondern als Werkzeug mit festen Zeiten.

Das Handy kontrolliert mich nicht mehr. Ich entscheide, wann es Platz hat – und wann nicht.

Und genau das war der Wendepunkt.

Nicht spektakulär. Aber nachhaltig.


Und danach

Der Handy-Entzug war kein Projekt. Kein Experiment mit klarer Laufzeit. Er war der Anfang einer anderen Haltung.

Ich habe gemerkt, dass es nicht um das Gerät ging. Nicht wirklich 📱❌

Es ging um etwas Tieferes:um meine Fähigkeit, bei mir zu bleiben 🧭


Was Stille freilegt

Ohne ständige Ablenkung kam nicht nur Ruhe. Es kamen auch Dinge, die ich lange überdeckt hatte.

Zweifel.Unbequeme Fragen.Gedanken, die nicht sofort eine Lösung wollten.

Früher hätte ich sie weggewischt. Mit Scrollen. Mit Beschäftigung. Mit dem Gefühl, „dran zu bleiben“.

Jetzt blieben sie.Und ich blieb auch.


Nicht alles wurde besser – aber ehrlicher

Der Entzug hat mich nicht glücklicher gemacht. Nicht sofort 🙂‍↔️

Aber er hat mich ehrlicher gemacht.

Ich erkannte,wo ich mich selbst überging. Wo ich Ja sagte, obwohl ich Nein meinte. Wo ich Tempo mit Richtung verwechselte.

Diese Klarheit war nicht bequem.Aber sie war tragfähig 🪨


Erfolg ohne Dauerstress

Ich begann, Erfolg neu zu definieren.

Nicht als:– mehr Output– mehr Sichtbarkeit– mehr Reaktion

Sondern als:– innere Stimmigkeit– bewusste Entscheidungen– das Gefühl, nicht gegen mich zu arbeiten

Ich musste weniger kontrollieren. Und konnte mehr führen – mich selbst.


Warum ich nicht zurück will

Heute weiß ich: Ich könnte jederzeit wieder eintauchen.

Daueronline.

Dauerinformiert.

Dauerabgelenkt.

Aber ich will nicht.

Nicht aus Disziplin.Sondern aus Erfahrung.

Ich habe gesehen,was entsteht, wenn Raum da ist 🌌

Gedanken werden klarer.Entscheidungen ruhiger. Der eigene Weg sichtbarer.


Vielleicht ist es kein Entzug

Vielleicht ist es kein Handy-Entzug. Vielleicht ist es ein Rückzug.

Ein Zurück zu:– sich selbst– dem eigenen Rhythmus– der eigenen Stimme

Leiser. Aber echter.


Eine stille Frage

Vielleicht liest du das gerademit dem Handy in der Hand 📖Vielleicht liegt es neben dir. Vielleicht vibriert es gleich.

Ich habe keine Anleitung für dich.Keine Regeln. Keine Challenge.


Nur diese Frage:

Was würde in dir hörbar werden,wenn es für einen Moment still wäre?

 
 
 

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